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 T0A0318 beNatürlich willst Du wissen, wer ich bin. Du möchtest zudem erfahren, weshalb ich so für YOGA brenne? Was mir noch am Herzen liegt? Wie ich als einstige gestresste Büromanagerin und Geschäftsfrau YOGA für mich entdeckt habe? Du möchtest mich kennen lernen? Dann lies das Interview:


Josée, Du wirkst sehr ausgeglichen und zufrieden. Wie hast Du Deine Balance gefunden?

Durch Yoga! Mit Yoga wirst Du zur Achtsamkeit angeregt, man denkt über sein Leben nach und lernt, loszulassen, etwas zu beenden und neu zu beginnen. Dabei behält man immer den Kontakt zur Erde, ist nicht „abgehoben“. Die Energieebenen im Yoga, die wir Chakren nennen, haben mich von Anfang an begeistert. Mit verschiedenen Yoga-Techniken kann ich bewirken, dass alles in Fluss kommt und auch bleibt.

Wie bist Du selbst zum Yoga gekommen?

Ende der 90er Jahre habe ich auf einer Veranstaltung eine Frau kennengelernt. Ihre lebendige und fröhliche Ausstrahlung, Ruhe und Gelassenheit haben mich fasziniert. Ich war neugierig, wie sie zu so einer Ausstrahlung kommen konnte. Im Gespräch mit ihr habe ich erfahren, dass sie seit 35 Jahren Yoga machte. Sie hatte auch eine Yoga-Ausbildung absolviert, um noch tiefer ins Yoga einzusteigen. Nach diesem Wochenende hat mich das nicht mehr losgelassen. Und so habe ich mich selbst auf die Suche nach einer Yoga-Schule gemacht. Das war der Startschuss für meine Leidenschaft.

Hat Yoga Dein Leben verändert?

Ja, Yoga hat mein Leben sehr verändert! Wir alle – uneingeschränkt – haben immer das Gefühl, dass es nicht schnell genug geht. Wir leben in einer Zeit, in der wir keine Zeit mehr haben, zur Ruhe zu kommen. Auch bei der Arbeit geht es um Leistung, Druck, Hektik, Stress. Auch ich hatte mich jahrelang selbst unter Druck gesetzt, natürlich um Anerkennung zu bekommen, geliebt und belohnt zu werden. Darum geht es ja. Heute weiß ich: Wenn mir mal etwas nicht so gelingt, wie ich mir das vorstelle, kann ich es in aller Ruhe anders machen. Ich kann heute – dank Yoga – viel gelassener reagieren.

Auch mein Körper hat sich verändert: Er ist viel weicher und dehnbarer geworden. Heute kann ich sagen: Mit fast 64 Jahren bin ich fitter denn je!

Du hast viele Jahre unter großem Leistungsdruck in verschiedenen großen Unternehmen gearbeitet. Wie hätte Dir Yoga in dieser anstrengenden Lebensphase geholfen?

Vor allem das bewusste Atmen hätte mir geholfen, denn beim Yoga kannst Du lernen, den Druck auszuatmen. Wenn Leistungsdruck entsteht, bekommt der Mensch Angst. Er gerät unter Druck, sein Ziel zu erreichen. Mir hätte es in dieser anstrengenden Zeit geholfen, die Bedeutung des Atems zu kennen. Tief in den Körper einatmen, ihn mit neuem Sauerstoff versorgen und das Alte, Verbrauchte mit einem tiefen Atemzug weg atmen. Um es mit einem Yoga-Spruch zu sagen: „Wo Atem ist, ist keine Angst.“


Du hast Dich dazu entschieden, Deine positiven Erfahrungen mit Yoga anderen Menschen weiter zu geben. Welche Ausbildungen hast Du dazu absolviert?

2005 habe ich mit einer eineinhalbjährigen Ausbildung zur medizinisch geprüften Yoga-Lehrerin begonnen. Von der ersten bis zur letzten Ausbildungsstunde war ich voll und ganz begeistert. Wir haben dabei nicht nur verschiedene Asanas, also Yoga-Übungen, kennengelernt, sondern auch viel über die menschliche Anatomie, Ernährung nach dem ayurvedischen Prinzip und über den Umgang mit Yoga-Schülern gelernt. Eine ganzheitliche Ausbildung. Meine Prüfungsarbeit habe ich über Körper, Geist und Seele verfasst – die drei Komponenten, die nach meiner Auffassung immer zusammenwirken und gehören.

Ist Yoga in unserer heutigen Zeit wichtig?

Ein ganz großes „JA!“. Yoga gewinnt immer mehr an Bedeutung, und zwar von Anfang, also von Geburt an. So biete ich Yoga auch für Schwangere an, bei dem das Kind im Mutterleib bereits Yoga und dem Atem begegnet. Viele Kindergärten und Schulen bieten speziell auf die Kleinen ausgerichtetes Yoga an. Ich bin davon überzeugt, dass in spätestens zehn Jahren Yoga ein fester Bestandteil in unseren Schulen sein wird bzw. muss, zumindest als Teil im Sportunterricht. Je mehr wir Leistung von Menschen verlangen, desto mehr benötigt er die Energie, diese Leistungen zu erbringen. Auch viele Unternehmen haben die Bedeutung von Yoga erkannt und gewähren ihren Mitarbeitern Business Yoga.

Kann jeder Yoga erlernen?

Ja, jeder kann zu jeder Zeit einsteigen, auch im fortgeschrittenen Alter! Für jeden gibt es das geeignete Yoga, zum Beispiel Senioren-Yoga oder Yoga auf dem Stuhl für Menschen, die körperlich eingeschränkt sind, etwa als Teil einer Rehabilitation.

Im Übrigen gilt bei Yoga die Ausrede nicht: Ich habe diese Krankheit oder jene Beschwerden. Gerade dann bietet Yoga den Menschen die große Chance, ihr Leben und ihre Gesundheit in die eigene Verantwortung zu nehmen, durch ihr Handeln für sich etwas zu tun, in sich zu investieren - mit der Rendite der Gesundung.

Wie begegnest Du Menschen?

Ehrlich, offenherzig, respektvoll und liebevoll. Ganz wichtig ist es für mich, jeden Menschen so anzunehmen wie er ist. Jeder darf sein, wie und was er ist! Dazu muss ich in meiner Mitte sein, dann kann ich den anderen akzeptieren, so wie er ist. Jeder darf seinen eigenen Weg gehen.

Wie bereitest Du Dich auf Deine Yoga-Stunden vor?

Für meine Gruppenstunden bereite ich jede Woche ein spezielles Thema vor. So hat jede Yoga-Stunde bei mir eine andere Überschrift. Und in meiner Schatzkiste habe ich immer noch ein paar Übungen, falls ein ganz neuer Teilnehmer dabei ist, sodass dieser mit einer einfacheren Übungseinheit starten kann. In der Einzelarbeit ist ohnehin jede Yogastunde ganz individuell ausgerichtet. 


Was liegt Dir besonders am Herzen?

Der Mensch, jeder einzelne liegt mir sehr am Herzen! Ich möchte, dass jeder glücklich, zufrieden, gelöst und frei aus meiner Yoga-Stunde heraus geht. Das tut auch mir gut!

Wo bietest Du Yoga und Meditation an?

Insbesondere in meinem eigenen, hellen und speziell auf kleine Gruppen ausgerichteten Yogaraum in Güntersdorf (Schweitenkirchen). Besonders Business Yoga biete ich auch direkt vor Ort in Unternehmen an, die diese Leistung für Ihre Mitarbeiter wünschen. Dazu arbeite ich im Umkreis von München, Unterschleißheim, Ingolstadt, Pfaffenhofen, Schrobenhausen, Niederscheyern, Reichertshausen, Rohrbach, Tegernbach und Ilmmünster.


Verrätst Du uns Deine Pläne?

Mein Ziel ist es, Yoga auch zu lehren, andere Menschen zu motivieren und zu zeigen, dass es nie zu spät ist, mit Yoga zu beginnen. Ich habe mit Yoga die Bühne meines Lebens gefunden. Damit kann ich andere Menschen, stärken,  unterhalten, bereichern und ihnen ermöglichen, zu sich selbst zu kommen, sowie achtsam und geduldig mit sich in Freude zu leben.

Die Fragen stellte Nicole Kraß, Journalistin

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